Montag, 1. September 2014

Endlich ein Food-Blog

So, haha, alle die immer dachten, ich wäre kein Food-Blogger: ääätschbätsch! Ich bin doch einer, haha. Zumindest findet die liebe Kerstin von elf19 das scheinbar, denn sie hat mich per Kommentar zu ihrer "Sundaysweettreat-Linkparty" eingeladen. (Ob sie wirklich weiß worauf sie sich einläßt?) Das finde ich ja nun sehr mutig von ihr, ich nehme die Einladung nämlich glatt an und mogele mich zu den Leuten, die ihr Essen nicht nur total lecker herrichten, sondern das dann auch noch hochprofessionell knipsen können.
Bei beidem hapert es bei mir ja noch ein klitzekleines bißchen, aber der Anfang ist ja gemacht mit den kleinen Nachtischen aus meinem letzten Post.
Da hatte ich aber das Rezept nicht mit bei, das reiche ich hiermit nach:
Für den Beeren-Baiser-Nachtisch habe ich (für ca 30 kleine Portionen) verwendet: 1,2 Kilo Speisequark (ich hatte zwei große Becher 0,2% Cremequark und einen 200 gr Becher 20%, aber wenn man sich kalorienmäßig nicht so zickig anstellen will, nimmt man gleich 40%. Geht auch) und 1 Liter Sahne. Ich hatte auch noch einen Becher Schmand da, den ich zur Sicherheit noch dazugerührt hatte, es hätte ja sein können das es zu wenig ist. Mit vorher-berechnen-wieviel-ich-brauch habe ichs leider nicht so. Da kann man schon mal in Verlegenheit kommen. Aber hat ja gereicht.
Ach so, einen Beutel Tiefkühlgemischtewaldbeeren mit vermutlich 500 g drin hatte ich und eine Packung Tiefkühlhimbeeren (300g). Aus der Beerenmischung habe ich die riesigen Erdbeeren rausgefischt, die waren zu groß für meine Becher.
Und ganz wichtig: eine Packung Baiser. Meringen oder wie die Dinger sich nennen.
Zuerst kommen die Baiser in eine Tüte und werden ordentlich zerkloppt. Nicht atomisieren (es soll kein Puderzucker werden, dann wart ihr zu kräftig) aber schon in kleine Stücke zermalmen.
Dann den Liter Sahne mit der entsprechenden Menge Sahnesteif ordentlich fest schlagen, bitte kurz bevor Butterstückchen entstehen, aufhören, dann ist es richtig. Bevor! Den Quark und die Sahne miteinander verrühren und leicht zuckern, am besten mit Vanillezucker. Wirklich nur leicht zuckern, gerade so, dass sich beim Probieren nicht mehr die Backen zusammenziehen, denkt dran, die Packung Baiser kommt später auch noch dazu.
Jetzt in die Becher schichten. Da es eine Fingerfood-Party war, habe ich durchsichtige Plastikbecher (0,2 l) genommen. Erst eine Schicht Creme (am besten mit einer Spritztülle, mit dem Löffel gab das Wutzerei am Rand) einfüllen, darauf eine Schicht gefrorene Beeren, darauf eine Schicht Baiserkrümel und darauf wieder eine Schicht Creme. Verzieren zum Beispiel mit Zitronenmelisse, die kann man gut mitessen. Bis zum Startschuß am Nachtischbüffet kühl stellen, am besten in den Kühlschrank.
Anmerkung eins: Das Rezept ist natürlich nicht von mir, hier gibt es noch ganz viele verschiedene Variationen.
Anmerkung zwei: Die Beeren sollen noch leicht gefroren sein, der Baiser gerade noch so knackig und die Creme da wo sie die Beeren berührt, noch leicht gefroren. Dann ist das perfekt. Blöderweise bedeutet das bei der Bechervariante, dass die Becher höchstens eine, anderhalb Stunden im Kühlschrank stehen sollten, dann sind die Beeren aufgetaut. Meine Becher hatte ich um vier fertig, der Startschuß für den Nachtisch kam um neun. Hmpffgrrmbll. Noch Fragen?
Da wäre die Variante in der Schüssel deutlich besser gewesen, die muss man mehrere Stunden vor dem Essen machen (Vier bis sechs Stunden; die einen sagen so, die andern so.)

Von allem Nachtisch auf dem Buffet waren meine BeerenBaiserBecher am schnellsten weg (und aufgegessen *höhö*), aber ich habe auch den ein oder anderen wahrgenommen, der bei den Beeren das Gesicht verzogen hat (ups, da war wohl zu wenig Baiser dran...) Die gemischten Beeren sind halt häufig saurer als Himbeeren, wer also viele Zicken am Tisch hat, sollte einfach nur TK-Himbeeren nehmen.

Und jetzt verrat mir mal einer, wie man ein einfaches Rezept mit soviel Geschwafel so aufblähen kann. Als hätt ich nix anderes zu tun. Aber da das meine erste Food-Linkparty ist, wollte ichs halt besonders genau machen. Selber schuld.

Kommentare:

  1. *Sabbersabber* Ich werde mal den Sohn darauf ansetzen... :-)
    Übrigens bist du zwar kein FoodBlogger, aber ein echtes AllroundTalent :-)
    LG,
    Kathrin

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  2. Klingt lecker, und Idiotensicher genug das ich mir traue es nachzumachen.
    Lg Sarah

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  3. Liebe Doro,
    ich hatte beim Lesen echt Tränen in den Augen vor Lachen, Du schreibst so lustig :-))))) Vielen, vielen lieben Dank für das Rezept (und den Megabeitrag und die Zeit, die Du dafür verwendet hast!). Ich sag doch, das hier ist ein Foodblog ;-))))

    Ich bin schon sääähr gespannt auf Deine nächsten Sweet Treats, denn Deine Beeren-Baiser-Schicht-Dings-Gläschen kommen definitiv beim nächsten Gartenfest bei uns auf den Tisch!!

    Ganz liebe Grüße,
    Kerstin

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Senf dazu? Aber gerne.